Klavier: Nikolay Medvedev
Kamera und Schnitt: Dominik Campus

Weitere Informationen zum Künstler:
Website Nikolay Medvedev

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) – Variations sérieuses op. 54

Felix Mendelssohn Bartholdy komponierte seine Variations sérieuses im Frühjahr 1841 im Zusammenhang mit einer europaweiten Initiative zur Finanzierung des Beethoven-Denkmals in Bonn. Zu diesem Zweck plante das Beethoven-Denkmalkomitee die Veröffentlichung einer musikalischen Anthologie, des sogenannten „Beethoven-Albums“, zu dem zahlreiche bedeutende Komponisten der Zeit eingeladen wurden, einen Beitrag zu leisten. Mendelssohn, der Ludwig van Beethoven in besonderer Weise verehrte, nahm diese Einladung an und vollendete sein Werk am 4. Juni 1841.

Im Gegensatz zu den damals beliebten virtuosen Salonstücken entschied sich Mendelssohn bewusst für eine ernsthafte und formal anspruchsvolle Variationskomposition. Ausgehend von einem eindringlichen Thema in d-Moll entfaltet sich ein Zyklus von siebzehn Variationen, die durch ihre stilistische Vielfalt und kontrastreiche Gestaltung geprägt sind. Lyrische, kammermusikalisch anmutende Abschnitte stehen neben Passagen von hoher technischer Komplexität und großer dramatischer Intensität.

Noch im selben Jahr wurden die Variations sérieuses im Rahmen des Benefiz-Albums beim Wiener Verlag Pietro Mechetti veröffentlicht. Bereits früh nahm das Werk innerhalb der Sammlung eine besondere Stellung ein und gilt heute als eine der bedeutendsten Klavierkompositionen Mendelssohns.

Soprano: Álfheiður Erla Guðmundsdóttir 

Klavier: Kunal Lahiry

Filmproduktion: Culiner Creative Circle

Regie: Yoel Culiner

Kreativleitung: Elisabeth Culiner

Aufnahmeleitung: Piotr Wieczorek

Weitere Informationen zum Künstler:
alfheidurerla.com

Claude Debussy: Apparition

Claude Debussys Apparition gehört zu den frühen Liedern des Komponisten und entstand nach einem Gedicht von Stéphane Mallarmé. Der Text entwirft eine traumhafte, beinahe entrückte Szene: eine Erinnerung, eine Erscheinung, ein Bild von Schönheit, das mehr angedeutet als ausgesprochen wird. Gerade diese schwebende, symbolistische Atmosphäre macht das Gedicht zu einem idealen Ausgangspunkt für Debussys musikalische Sprache.
Auch wenn Apparition noch zu Debussys Jugendwerken zählt, lassen sich bereits wesentliche Züge seines späteren Stils erkennen: die feine Abstufung der Klangfarben, die Auflösung klarer Konturen, das Spiel mit Andeutung, Licht und Schatten. Die Klavierbegleitung ist dabei nicht bloß stützender Hintergrund, sondern schafft einen eigenen poetischen Raum, in dem sich die Singstimme frei entfalten kann.
Claude Debussy zählt zu den prägenden Gestalten der französischen Musik um 1900. Mit seiner sensiblen Harmonik, seinem besonderen Sinn für Klang und seiner Nähe zu Literatur und bildender Kunst eröffnete er neue Möglichkeiten musikalischen Ausdrucks. Apparition zeigt diesen Weg bereits im Kleinen: als Lied von großer Zartheit, innerer Spannung und atmosphärischer Dichte.
In dieser Aufnahme gestalten die Sopranistin Álfheiður Erla Guðmundsdóttir und der Pianist Kunal Lahiry Debussys frühes Lied mit feinem Gespür für Sprache, Klang und poetische Schwebe. 

Cello und Gesang: Juliet Wolff
Klavier: Yelyzaveta Rodionova
Komposition: Michaela Rea Catranis
Kamera und Schnitt: Dominik Campus

Weitere Informationen zu den Künstlerinnen:
Website Juliet Wolff
Website Michaela Catranis

Gefördert durch die Orchesterstiftung

Michaela Rea Catranis (*1984) | Widening Circles – Voices Within

Widening Circles entstand für die erste Ausgabe von Juliet Wolffs künstlerischem Projekt Voices Within, das sich der Erforschung der klanglichen Beziehung zwischen Violoncello und menschlicher Stimme widmet und zugleich neue Werke von Komponistinnen initiiert und präsentiert. Die Komposition bewegt sich bewusst im Grenzbereich zwischen instrumentalem Klang und Gesang und lässt die traditionelle Trennung zwischen Cellistin und Sängerin zunehmend verschwimmen.

Inhaltliche Anregung fand das Werk in Rainer Maria Rilkes Gedicht „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ aus dem Stunden-Buch. Die poetische Vorstellung sich stetig erweiternder Kreise spiegelt sich in der musikalischen Anlage wider: Kreisende Motive entstehen, entfernen sich, kehren zurück und entwickeln sich in einem fortlaufenden Prozess des Wachsens und Vergehens. Die Musik evoziert dabei Atembewegungen und fließende Übergänge, die als klangliche Metaphern für menschliche Erfahrung und innere Entwicklung verstanden werden können.

Klavier und Komposition: Chris Jarrett
Kamera und Schnitt: Dominik Campus

Weitere Informationen zum Künstler: 
Website Chris Jarrett

Chris Jarrett (*1956)  |  Tales of our Times – Chorale from „Galliard and Chorale“

Chris Jarrett, geboren 1956 in Allentown, Pennsylvania, zählt zu den herausragenden Musikern unserer Zeit. Schon früh zeigte sich sein Talent als Komponist, das trotz widriger Umstände nie erlosch. Nach Studien an der Indiana University und dem Oberlin Conservatory, die er jedoch aus Unzufriedenheit abbrach, begann Jarretts eigentliche Karriere als kreativer Musiker. Seine ersten Werke, darunter das Ballett „Für Anne Frank“ und Alben wie „Tanz auf dem Vulkan“, machten ihn in Norddeutschland bekannt. Jarretts Stil zeichnet sich durch eine einzigartige Mischung aus klassischer Musik, Jazz und Improvisation aus. Tourneen führten ihn nach Osteuropa, in die Sowjetunion und Jugoslawien, wo er mit Ballettmusik und Filmmusik beeindruckte. In den 90er Jahren entstanden bedeutende Werke wie die Oper „John Donne“ und das Oratorium „Erlösungen 3?“.

Mit seinem Quartett „Four Free“ und dem Duo mit seiner Frau Martina Cukrov Jarrett kombinierte er verschiedene Musikstile. Jarretts Interesse an globalen Musiktraditionen spiegelt sich in Projekten mit Künstlern aus Tunesien, Italien und Indonesien wider. In den letzten Jahren widmete er sich verstärkt der Orgelmusik, darunter die CD „New Journeys“ (2021), sowie den „16 English Songs“, einem ambitionierten Kunstliederzyklus. Im Frühjahr 2024 unternahm Jarrett eine erfolgreiche Klavier- und Orgeltour durch die USA, die ihn unter anderem nach New York und in den legendären Jazzclub „Deer Head Inn“ führte. Im Juni 2024 erschien seine neueste CD „Sechs Hölderlin Lieder/English Songs“. Chris Jarrett bleibt eine unverwechselbare Stimme in der zeitgenössischen Musiklandschaft, die Klassik und Moderne in einzigartiger Weise verbindet.

Klavier: Nikolay Medvedev
Kamera und Schnitt: Dominik Campus

Weitere Informationen zum Künstler:
Website Nikolay Medvedev

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) – Variations sérieuses op. 54

Felix Mendelssohn Bartholdy komponierte seine Variations sérieuses im Frühjahr 1841 im Zusammenhang mit einer europaweiten Initiative zur Finanzierung des Beethoven-Denkmals in Bonn. Zu diesem Zweck plante das Beethoven-Denkmalkomitee die Veröffentlichung einer musikalischen Anthologie, des sogenannten „Beethoven-Albums“, zu dem zahlreiche bedeutende Komponisten der Zeit eingeladen wurden, einen Beitrag zu leisten. Mendelssohn, der Ludwig van Beethoven in besonderer Weise verehrte, nahm diese Einladung an und vollendete sein Werk am 4. Juni 1841.

Im Gegensatz zu den damals beliebten virtuosen Salonstücken entschied sich Mendelssohn bewusst für eine ernsthafte und formal anspruchsvolle Variationskomposition. Ausgehend von einem eindringlichen Thema in d-Moll entfaltet sich ein Zyklus von siebzehn Variationen, die durch ihre stilistische Vielfalt und kontrastreiche Gestaltung geprägt sind. Lyrische, kammermusikalisch anmutende Abschnitte stehen neben Passagen von hoher technischer Komplexität und großer dramatischer Intensität.

Noch im selben Jahr wurden die Variations sérieuses im Rahmen des Benefiz-Albums beim Wiener Verlag Pietro Mechetti veröffentlicht. Bereits früh nahm das Werk innerhalb der Sammlung eine besondere Stellung ein und gilt heute als eine der bedeutendsten Klavierkompositionen Mendelssohns.

Soprano: Álfheiður Erla Guðmundsdóttir 

Klavier: Kunal Lahiry

Filmproduktion: Culiner Creative Circle

Regie: Yoel Culiner

Kreativleitung: Elisabeth Culiner

Aufnahmeleitung: Piotr Wieczorek

Weitere Informationen zum Künstler:
alfheidurerla.com

Claude Debussy: Apparition

Claude Debussys Apparition gehört zu den frühen Liedern des Komponisten und entstand nach einem Gedicht von Stéphane Mallarmé. Der Text entwirft eine traumhafte, beinahe entrückte Szene: eine Erinnerung, eine Erscheinung, ein Bild von Schönheit, das mehr angedeutet als ausgesprochen wird. Gerade diese schwebende, symbolistische Atmosphäre macht das Gedicht zu einem idealen Ausgangspunkt für Debussys musikalische Sprache.
Auch wenn Apparition noch zu Debussys Jugendwerken zählt, lassen sich bereits wesentliche Züge seines späteren Stils erkennen: die feine Abstufung der Klangfarben, die Auflösung klarer Konturen, das Spiel mit Andeutung, Licht und Schatten. Die Klavierbegleitung ist dabei nicht bloß stützender Hintergrund, sondern schafft einen eigenen poetischen Raum, in dem sich die Singstimme frei entfalten kann.
Claude Debussy zählt zu den prägenden Gestalten der französischen Musik um 1900. Mit seiner sensiblen Harmonik, seinem besonderen Sinn für Klang und seiner Nähe zu Literatur und bildender Kunst eröffnete er neue Möglichkeiten musikalischen Ausdrucks. Apparition zeigt diesen Weg bereits im Kleinen: als Lied von großer Zartheit, innerer Spannung und atmosphärischer Dichte.
In dieser Aufnahme gestalten die Sopranistin Álfheiður Erla Guðmundsdóttir und der Pianist Kunal Lahiry Debussys frühes Lied mit feinem Gespür für Sprache, Klang und poetische Schwebe. 

Cello und Gesang: Juliet Wolff
Klavier: Yelyzaveta Rodionova
Komposition: Michaela Rea Catranis
Kamera und Schnitt: Dominik Campus

Weitere Informationen zu den Künstlerinnen:
Website Juliet Wolff
Website Michaela Catranis

Gefördert durch die Orchesterstiftung

Michaela Rea Catranis (*1984) | Widening Circles – Voices Within

Widening Circles entstand für die erste Ausgabe von Juliet Wolffs künstlerischem Projekt Voices Within, das sich der Erforschung der klanglichen Beziehung zwischen Violoncello und menschlicher Stimme widmet und zugleich neue Werke von Komponistinnen initiiert und präsentiert. Die Komposition bewegt sich bewusst im Grenzbereich zwischen instrumentalem Klang und Gesang und lässt die traditionelle Trennung zwischen Cellistin und Sängerin zunehmend verschwimmen.

Inhaltliche Anregung fand das Werk in Rainer Maria Rilkes Gedicht „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ aus dem Stunden-Buch. Die poetische Vorstellung sich stetig erweiternder Kreise spiegelt sich in der musikalischen Anlage wider: Kreisende Motive entstehen, entfernen sich, kehren zurück und entwickeln sich in einem fortlaufenden Prozess des Wachsens und Vergehens. Die Musik evoziert dabei Atembewegungen und fließende Übergänge, die als klangliche Metaphern für menschliche Erfahrung und innere Entwicklung verstanden werden können.

Klavier und Komposition: Chris Jarrett
Kamera und Schnitt: Dominik Campus

Weitere Informationen zum Künstler: 
Website Chris Jarrett

Chris Jarrett (*1956)  |  Tales of our Times – Chorale from „Galliard and Chorale“

Chris Jarrett, geboren 1956 in Allentown, Pennsylvania, zählt zu den herausragenden Musikern unserer Zeit. Schon früh zeigte sich sein Talent als Komponist, das trotz widriger Umstände nie erlosch. Nach Studien an der Indiana University und dem Oberlin Conservatory, die er jedoch aus Unzufriedenheit abbrach, begann Jarretts eigentliche Karriere als kreativer Musiker. Seine ersten Werke, darunter das Ballett „Für Anne Frank“ und Alben wie „Tanz auf dem Vulkan“, machten ihn in Norddeutschland bekannt. Jarretts Stil zeichnet sich durch eine einzigartige Mischung aus klassischer Musik, Jazz und Improvisation aus. Tourneen führten ihn nach Osteuropa, in die Sowjetunion und Jugoslawien, wo er mit Ballettmusik und Filmmusik beeindruckte. In den 90er Jahren entstanden bedeutende Werke wie die Oper „John Donne“ und das Oratorium „Erlösungen 3?“.

Mit seinem Quartett „Four Free“ und dem Duo mit seiner Frau Martina Cukrov Jarrett kombinierte er verschiedene Musikstile. Jarretts Interesse an globalen Musiktraditionen spiegelt sich in Projekten mit Künstlern aus Tunesien, Italien und Indonesien wider. In den letzten Jahren widmete er sich verstärkt der Orgelmusik, darunter die CD „New Journeys“ (2021), sowie den „16 English Songs“, einem ambitionierten Kunstliederzyklus. Im Frühjahr 2024 unternahm Jarrett eine erfolgreiche Klavier- und Orgeltour durch die USA, die ihn unter anderem nach New York und in den legendären Jazzclub „Deer Head Inn“ führte. Im Juni 2024 erschien seine neueste CD „Sechs Hölderlin Lieder/English Songs“. Chris Jarrett bleibt eine unverwechselbare Stimme in der zeitgenössischen Musiklandschaft, die Klassik und Moderne in einzigartiger Weise verbindet.